Mittwoch, 28. September 2016
Der Weg zu mir
Gestern hatte ich mich selber abgeschossen. Platt gemacht, sozusagen.
Eine Reihe von Findlingssteinen lockte zum Springen, so ganz sportlich von Stein zu Stein. Es war aber morgens und alles voller Tau. Das registrierte ich erst, als ich auf den ersten Findling sprang und meine Füsse sofort wegrutschten.
Steiss auf Stein. Dann eine Schmerzwelle.
Heute geht es schon besser, ich laufe im Tempo meiner Oma und heruntergefallene Dinge lasse ich einfach liegen.
Aber, indem ich ständig in meinen Körper hineinhöre, was mir guttut und was wehtut, erfahre ich Dinge, die mir völlig neu sind. Nicht neu im Sinne von überraschend, sondern von verschollen und wiederentdeckt.
Ich mag in der Wanne zu liegen. Stundenlang. Mit einem Glas Eierlikör und einem witzigen Buch.
Ich mag Körperübungen (man könnte es auch sanfte Gymnastik nennen) in Kombination mit den Filmmusiken eines Freundes. Das ist entspannend. Für den Steiss und für den Geist.
Ich werde noch mehr wiederentdecken. Die Zeit ist gerade reif dafür.
Findlingen werde ich jetzt aber trotzdem immer mit Vorsicht begegnen. Und meine Springlust eher zu den trockenen Tageszeiten ausleben.

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