Samstag, 15. Oktober 2016
Der Klassiker
unausgesprochen, 00:03h
Die Situation könnte klassischer nicht sein: mein schöner Nachbar, welchen ich vor Jahren gerne (leider erfolglos) auf mich festgenagelt hätte, verspürt seit einigen Wochen liebevolle Gefühle für mich. Doch leider ist er mittlerweile liiert, weshalb ich (leider auch erfolglos) versuche, meine nicht minder liebevollen Gefühle für ihn im Zaum zu halten. Nun spricht er seit Tagen von einer "zeitnahen" Offenlegung unseres Miteinanders gegenüber seiner offiziellen Liebsten. Was ist das denn? Zeitnah? Dieses Wort wurde von Diplomaten und Politikern schon so oft überstrapaziert, dass man es gar nicht mehr ernst nehmen kann.
Ich kann mir meine Position nun aussuchen: verzweifelte Geliebte, welche den Erwählten abwechselnd anfleht, droht, manipuliert, damit er alleinig ihr gehört; oder die entspannte Freundin, welcher es demonstrativ egal ist, wie und mit welcher Entscheidung er sein Leben weiterlebt. Ich nehme Letzteres und versuche mein Bestes, aus der Freundschaft nicht immer wieder eine Freundschaft plus werden zu lassen.
Heute schaffte ich es, und gestern auch.
Wobei ich ehrlicherweise gestehen muss, dass ich zyklusbedingt etwas unpässlich bin, und somit schon viel restistenter gegenüber seinen zärtlichen Versuchen.
Ich kann mir meine Position nun aussuchen: verzweifelte Geliebte, welche den Erwählten abwechselnd anfleht, droht, manipuliert, damit er alleinig ihr gehört; oder die entspannte Freundin, welcher es demonstrativ egal ist, wie und mit welcher Entscheidung er sein Leben weiterlebt. Ich nehme Letzteres und versuche mein Bestes, aus der Freundschaft nicht immer wieder eine Freundschaft plus werden zu lassen.
Heute schaffte ich es, und gestern auch.
Wobei ich ehrlicherweise gestehen muss, dass ich zyklusbedingt etwas unpässlich bin, und somit schon viel restistenter gegenüber seinen zärtlichen Versuchen.
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