Sonntag, 16. Oktober 2016
Freunde
Ein Tag mit dem schönen Nachbarn. Zusammen unterwegs mit den Kids. Spannende Dinge wie Friseur, Waldirrgarten und Cafèbesuch iniziiert und im Abbild einer kompletten Familie gelebt.
Das war nichts Neues für mich. Das hatten wir in den 3 Jahren vorher auch schon. Das waren die glücklichen Zeiten.
Nur jetzt steht immerfort der Schatten seiner Freundin hinter uns. Ich bemühte mich, uns als reine Freunde zu sehen. Aber das Einzige was gelang, war, mit ihm als Freund zu agieren. Der Rest schwebte unausgesprochen flirrend zwischen uns in der Luft.
Es ist so schwer, die Coole zu sein. Ich möchte ihn auf der Stelle an mich reissen, in seine Arme, in ihn hineinkriechen und nächtelang nicht loslassen.
Die pragmatische Seite in mir warnt mich davor, auf ihn und seine Entscheidung zu warten. Ich sollte besser heute Abend ausgehen und schauen, ob es noch unliierte Männer gibt.
Vielleicht. Vielleicht werde ich der Kneipe einen Besuch abstatten. Schüchtern an meinem Bier nippen, und jeden potenziellen Gesprächspartner mit meiner Aura der unklaren Situation vertreiben. Vielleicht. Vielleicht wird alles aber auch ganz anders. Ich werde es wissen, wenn ich es tat.

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