Freitag, 23. September 2016
Gemeinschaftsleben
Habe heute festgestellt, dass das Leben in Gemeinschaft sehr intensiv ist. Vor allem alles Zwischenmenschliche. Mein Baustellen"chef" schaute mir heute zwischen Standsäge und einem Stapel 60er Kanthölzer tief in die Augen. "Es ist schön, mit Dir zusammenzuarbeiten". Finde ich auch. Arbeiten. Überinterpretiere ich?
Ich durfte heute das erste Mal die mich stark beeindruckende Nagelpistole benutzen. Immer schön die Finger aus der Schusslinie nehmen und dann gings los. Löst schon irgendwie omnipotente Gefühle aus.
Deshalb gehe ich nun auch mit einem Gefühl ins Bett, welchem dem von Spiderman und Co ähneln muss. Ich kann alles. Wenn ich nur will. Wenn ich die Nagelpistole dabei habe.

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Mittwoch, 21. September 2016
Wenn ich früher meinen Vater beschreiben sollte, wie er denn so wäre, blieb ich nach jahrelangem Suchen nach den richtigen Adjektiven bei einer Standartantwort: Diplommathematiker. Sein Beruf, sein Wesen.
Besser ist es nicht zu treffen.
Warum finde ich an dem einen Mann, welcher mein Leben kreuzt, sein Kinngrübchen wieder, an dem nächsten seine Intelligenz, an einem anderen seine Kühle und an manchen alles zusammen?
Wenn ich meinen Vater zu den kindlichen Dramen meines Lebens befrage, dann negiert, blockiert, überhört er. Alles, nur keine Antwort.
Glücklicherweise gibt es ja von jeder Sorte Mensch mehrere auf dieser Welt. Muss ja nicht ihn befragen. Nehme ich halt einen anderen derselben Gattung.
Kommt auch bloß keine Antwort.
Muss sie selbst finden.

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Mittwoch, 21. September 2016
Nicht leben heißt tot sein. Es gibt kein dazwischen. Zumindest für mich kein akzeptables.
Jeden Tag in absoluter Konsequenz der Entscheidungen zu leben fällt mir schwer, wäre aber angebracht.
Es fängt ja schon bei den Dingen an, welche ich sage. Jedes ausgesprochene Wort bewirkt etwas. In die richtige Richtung oder als Fallstrick.
Das Leben könnte nach jeder Entscheidung - und dazu rechne ich auch die Entscheidung, welche Worte ich wähle - so oder so weitergehen.
Ich erwähnte zum Beispiel einer Freundin gegenüber, dass ich gerne auf Baustellen arbeite (doch, doch, ich bin schon eine Frau, aber eine von denen, die lieber den Hammer als den Staubwedel in der Hand halten). Und nun, 3 Wochen später, kann ich dem Trockenbauer beim Hausbau zur Hand gehen. Und ich bin glücklich.
Hätte ich es ihr nicht gesagt, würde ich jetzt wahrscheinlich Gästebetten neu beziehen. Wäre vielleicht auch glücklich. Aber anders.
Hätte und wäre. Das Leben ist so flexibel. In jedem Moment kann sich alles drehen. Das macht mir Hoffnung. Veränderungen müssen nicht über Jahre hinweg erwartet werden. Wenn es so sein soll, wenn es richtig ist, wenn ich es will, kann morgen mein Dilemma gelöst sein.
Sollte ich eins haben. :-)

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